Ihr Dach, Ihre Mieter, Ihre Nachbarn
Solarstrom, der im Gebäude verkauft wird, ist weit mehr wert als seine Einspeisevergütung – und für die Mieter trotzdem günstiger als ihr Versorger. Cantabile bepreist ihn fair, fährt Batterie und Geräte des Gebäudes danach und zeigt allen, was sie gewinnen.
Mieterstrom, GGV und Energy Sharing
Das deutsche Recht kennt drei Wege, lokalen Solarstrom zu teilen. Cantabile unterstützt alle drei; je Anlage wählt der Betreiber eines.
Mieterstrom
§42a EnWGDer Anlagenbetreiber versorgt die Mieter vollständig: Dachstrom plus den Reststrom, den er aus dem Netz zukauft. Der Preis ist auf 90 % des örtlichen Grundversorgungstarifs begrenzt. Der Vertrag muss vom Mietvertrag getrennt sein. Für Solarstrom, den die Mieter direkt verbrauchen, gibt es den Mieterstromzuschlag.
GGV – gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
§42b EnWGSeit Mai 2024 das schlankere Modell: Mieter erhalten je Viertelstunde einen Anteil am Dachstrom und behalten für den Rest ihren eigenen Versorger. Keine Preisobergrenze, keine Vollversorgungspflicht für den Betreiber. Jeder Teilnehmer braucht eine viertelstündliche Messung (ein Smart Meter).
Energy Sharing
§42c EnWGTeilen über das öffentliche Netz mit Nachbarn im selben Netzgebiet – seit Juni 2026; mit dem angrenzenden Netzgebiet ab Juni 2028. Die geteilte Kilowattstunde trägt volle Netzentgelte und Umlagen; der Spielraum liegt im Energieanteil des Preises.
Diese Seite beschreibt unsere Lesart des Rechts in einfachen Worten. Cantabile erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung. Bevor ein Mieter eine Rechnung erhält, werden die Berechnungen und unsere Vertragsvorlagen von Anwälten und Steuerberatern geprüft; wo das Gesetz zwei Lesarten zulässt, wendet Cantabile bis zu dieser Prüfung die strengere an.
Im Vergleich
| Mieterstrom (§42a) | GGV (§42b) | Energy Sharing (§42c) | |
|---|---|---|---|
| Wer teilnimmt | Mieter des Gebäudes (oder desselben Quartiers) | Mieter des Gebäudes | Mitglieder an verschiedenen Standorten im selben Netzgebiet |
| Was der Preis abdeckt | Den gesamten Strom des Mieters, einschließlich Reststrom | Nur den zugeteilten Solaranteil | Nur die geteilten kWh – den Energieanteil |
| Der übrige Strom | Kauft der Betreiber zu | Vom eigenen Versorger des Mieters | Vom eigenen Versorger des Mitglieds |
| Preisgrenze | Höchstens 90 % des Grundversorgungstarifs | Gesetzlich keine; Cantabile hält jeden Mieter unter seinem eigenen Tarif | Gesetzlich keine; nie über dem eigenen Versorger des Mitglieds |
| Über das öffentliche Netz | Nein | Nein | Ja: Netzentgelte und Umlagen fallen an |
Tabelle seitlich wischen, um alle drei Modelle zu sehen.
Bepreist im Wettbewerb, verdient durch Einsatzplanung
Ein Mieter vergleicht mit dem, was er sonst zahlen würde. Deshalb folgt der Preis jedes Mieters seiner eigenen Alternative – dem Preis seines Versorgers in dieser Viertelstunde oder dem Grundversorgungstarif – und bleibt darunter.
Der Gewinn des Eigentümers entsteht durch mehr Dachstrom, der im Gebäude verbraucht wird: Jede solche Kilowattstunde bringt fast einen Endkundenpreis statt einer Einspeisevergütung von wenigen Cent. Die Gebäudebatterie und die Flexibilität der Wohnungen – von ihren Boxen gemeldet – verlagern den Verbrauch in die Sonnenstunden.
- Eine Optimierung legt Preise und Batteriefahrplan gemeinsam fest – zuerst der Gewinn des Eigentümers, dann die Ersparnis der Mieter.
- Einfache Angebote: zwei bis vier Preisbänder pro Tag, einen Tag im Voraus veröffentlicht – oder bei der GGV „X % unter Ihrem eigenen Tarif in jeder Viertelstunde“.
- Garantien: die Mieterstrom-Obergrenze je Kilowattstunde; nie über dem eigenen Tarif des Mieters in irgendeiner Viertelstunde; ein Jahresvergleich auf der Rechnung.
- Der Kreis schließt sich: Das Angebot geht als Tarif in die Boxen der Mieter, sodass Wärmepumpe, Batterie und Auto der Sonne folgen.
- 1Solardach des Gebäudes
- 2Wohnungen: Mieterstrom zu ihrem eigenen Angebot
- 3Gebäudebatterie: nur vom Dach geladen, nur in die Wohnungen entladen
- 4Netzanschluss: Reststrom und Einspeisung
- 5Nachbarn über das öffentliche Netz (§42c)
Das Angebot, die Energie, die Investition, die Historie
Das Angebot
Die Bänder je Tag, der Durchschnittspreis, was die Mieter sparen – und was beim Senden in ihre Boxen geht.
Wohin die Energie geht
Im Gebäude verkauft, gespeichert, eingespeist, abgeregelt oder zu knapp – je Viertelstunde und insgesamt, mit dem Geld, das jeder Weg bringt oder verpasst.
Investieren oder nicht
Derselbe Zeitraum mit größerer Batterie (+5, +10, +20 kWh) oder mehr PV (+5, +10 kWp): zusätzlicher Verkauf, Amortisationszeit und Rendite – mit Ihren eigenen Angeboten als Kosten.
Historie
Je Tag, Monat und Jahr aus den Zählern: erzeugt, verkauft, eingespeist, die Ersparnis der Mieter, das Geld des Eigentümers, Plan gegen Ist.
Datenschutz von Anfang an: Der Betreiber sieht Summen und den Prozentwert der am schlechtesten gestellten Wohnung – nie die Zeitreihe einer einzelnen Wohnung. Abrechnungsdaten dienen nur der Rechnung.
Was ein Gebäudebetreiber sieht
Bildschirmfotos aus der Cantabile-Konsole für ein simuliertes Mieterstrom-Gebäude in Köln-Ehrenfeld (November 2026). Die Konsole ist hier auf Englisch zu sehen; sie gibt es auch auf Deutsch.




Ein Beispiel aus der simulierten Flotte
Ein simuliertes Gebäude in Hannover-Linden mit sieben Wohnungen, GGV und einer 12-kWh-Batterie; 48 Stunden im November 2026 mit den echten Tarifen 2026 des Gebiets. Der Betreiber wählte „15 % unter dem eigenen Tarif jedes Mieters“.
Das sind Ergebnisse der Preisbildung der Plattform an einem simulierten Gebäude, keine Kundenrechnung. Ergebnisse hängen von Sonne, Jahreszeit, Tarifen und Gebäude ab. In derselben Novemberwoche zeigte ein simuliertes Mieterstrom-Gebäude in Dresden einen kleinen Verlust für den Eigentümer (−1,15 € in 48 Stunden): wenig Sonne, und Reststrom, der teurer eingekauft wurde, als er unter der Obergrenze weiterverkauft werden darf. Cantabile zeigt solche Fälle offen, statt sie wegzurechnen.
Seit 2026 erlaubt – und kaum genutzt
Das Gesetz ist da, aber wenige Smart Meter, fehlende Prozesse und volle Netzentgelte auf jede geteilte Kilowattstunde halten die Nutzung nahe null. Gebraucht wird Software für die viertelstündliche Zuteilung, faire Preise und Mitglieder in mehreren Netzgebieten – und Partner aus der Energiewirtschaft.
Cantabile prüft jedes Mitglied gegen das Netzgebiet der Anlage und seine Messung, teilt je Viertelstunde zu (anteilig oder nach festen Anteilen), bepreist nur den Energieanteil und nie über dem eigenen Versorger eines Mitglieds, und lädt die Gemeinschaftsbatterie nur aus der Anlage.
Unser Weg: mit einem Stadtwerk
Wir beginnen mit einem Stadtwerk oder einem anderen Versorger als Partner – als Lieferant, Bilanzkreisverantwortlicher und oft Messstellenbetreiber – und Cantabile als Plattform für Teilen, Optimierung und Abrechnungspositionen. Cantabile wird selbst kein Versorger.
Ein Gebäude mit Solardach?
Schauen wir gemeinsam, was Mieterstrom für Ihr Gebäude und Ihre Mieter bedeuten könnte.